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"Da hab ich aber wieder viel Geld bei Ihnen gelassen..."

So verabschiedete sich vor Kurzem eine Kundin von mir. Sicherlich nur so dahingesagt, aber es ärgert uns trotzdem, denn für dieses Geld hat die Kundin doch eine Arznei bekommen und was sicherlich noch wichtiger ist - kostenlos dazu einen Rat des Apothekers oder des Apothekenmitarbeiters. Komisch, denn beim Bäcker oder Fleischer habe ich diesen Satz "da habe ich aber wieder viel Geld bei Ihnen gelassen" noch nie gehört.

Weshalb dann in der Apotheke? Vielfach sind die Apothekern zu Unrecht als "teure Geschäfte" verschrien. Leider tut die Veröffentlichung in den Tageszeitungen das übrige. Da werden Arzneimittel und Gesundheitskosten als Preistreiber der Lebenshaltungskosten hingestellt. Komisch, die Preise der Arzneimittel bewegen sich in den letzten Monaten ständig weiter nach unten. Beachten Sie bitte, der Hauptkostenfaktor sind meist die "Rezeptanteile" die wir in der Apotheke für Ihre Krankenkasse kassieren. Wie ergibt sich deren Höhe?

Rezeptzuzahlung </br> "Grundsätzlich sind 10% des Arzneimittelpreises pro Packung zuzuzahlen, mindesten jedoch 5,00€ und höchstens 10,00€". Jedoch bezahlen Sie nie mehr als das Medikament tatsächlich kostet. Wenn also ein Medikament 14,50€ kostet, zahlen Sie 5,00€ zu, für ein Medikament im Wert von 68,90€ zahlen Sie 6,90€ zu und für ein Medikament im Preis von 365,79€ zahlen Sie 10,00€ zu. Soweit logisch. Manche Medikamente liegen unter einem von der Krankenkasse festgelegten Preis und/oder es bestehen Verträge mit der jeweiligen Krankenkasse. Bei diesem Medikamenten verzichten die Krankenkasse auf eine Zuzahlung. Bitte beachten Sie aber, diese Kulanz der Krankenkasse ist nicht festgeschrieben und kann sich jeweils mit dem Monatswechsel ändern.

Festbeträge
Für viele Arzneimittelgruppen legt die Krankenkasse Obergrenzen für die Preise fest. Sollte der Preise einer Arzneimittelfirma über dieser Grenze liegen, so muss der Patient neben der gesetzlichen Zuzahlung auch diese Preisdifferenz tragen. Diese Beträge werden als "Mehrkosten" ausgewiesen und sind nicht Bestandteil der am Jahresende mit der Krankenkasse abzurechnenden Rezeptzuzahlungen.

Privatrezepte
Im Gegensatz zu den üblicherweise roten Rezepten stellt der Arzt mitunter grüne oder blaue Rezeptformulare aus. Dabei handelt es sich um Privatrezepte. Die darauf verordneten Arzneimittel sind vom Patienten voll zu bezahlen. Wenn es sich um rezeptpflichtige Arzneimittel handelt, so dürfen wir die Rezepte auch nur einmal beliefern.