Neue MS-Therapie trickst Immunsystem aus

aponet.de Auf der Suche nach einer Therapie für Multiple Sklerose (MS), einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems, haben Forscher aus den USA, Deutschland und der Schweiz jetzt einen Erfolg verzeichnet. In einer ersten klinischen Studienphase gelang es ihnen, die Angriffe des Immunsystems auf die Hüllschicht der Nervenzellen um 50 bis 75 Prozent zu verringern.

Wie das Immunsystem auf Krankheitserreger und Fremdkörper reagiert, ist zum Teil angeboren, zum Teil erlernt. Derzeitige Ansätze zur Behandlung von Multipler Sklerose zielen vor allem darauf ab, das gesamte Immunsystem zu unterdrücken, was Patienten anfälliger für Infektionen macht. Die neue Therapie soll dem Immunsystem beibringen, die Myelin-Hülle der Nervenzellen als harmlos zu erkennen und nicht mehr anzugreifen, erläutern die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine. "Die Therapie stoppt Reaktionen des Immunsystems, die bereits laufen und verhindert die Aktivierung neuer…

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