Gesundheitshelfer aus dem Mittelalter

aponet.de Das Mittelalter gilt als dunkel und von Aberglauben geprägt, es scheint in unseren aufgeklärten Zeiten längst überwunden. Tatsächlich werden jedoch viele Behandlungsverfahren aus dieser Zeit noch erfolgreich angewendet. Für manche bekommen Experten heute sogar Forschungspreise.

"Viele Medikamente, die wir schätzen, sind aus naturheilkundlichen Arzneien entstanden, die über die Jahrtausende erhalten und zum Teil weiterentwickelt wurden", sagt Dr. Linda Tan, Allgemeinmedizinerin und Leiterin des Zentrums für Naturheilkunde und Schmerztherapie in Düsseldorf. So nutzte beispielsweise schon der griechische Arzt Hippokrates Extrakte der Weidenrinde, um fieberhafte Infekte zu behandeln. Solche Extrakte enthalten unter anderem Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. Aus Salicylsäure wurde später die besser verträgliche Acetylsalicylsäure – kurz ASS − hergestellt. "Sie steht seit 1977 auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation WHO", so Dr. Tan. Die Expertin kennt viele weitere Beispiele aus vergangenen…

Link zum Originalartikel