Multiple Sklerose und Kinderwunsch

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Onmeda.de Von der multiplen Sklerose (MS) sind überwiegend junge Frauen betroffen. Viele haben einen Kinderwunsch, sind aber durch die Krankheit verunsichert. Sie fragen sich, ob sich eine Schwangerschaft mit den Medikamenten verträgt, ob sie ein gesundes Kind bekommen können und ob es überhaupt möglich ist, schwanger zu werden.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass an MS erkrankte Männer und Frauen Eltern werden. Die Fruchtbarkeit ist bei MS nicht eingeschränkt und auch die immunmodulatorische Therapie wirkt sich nicht negativ auf die Zeugungsfähigkeit aus. Bei der immunmodulatorischen Therapie beeinflussen bestimmte Medikamente das Zusammenspiel der Abwehrzellen des Körpers dahingehend, dass sie nicht gegen den eigenen Körper arbeiten. Die multiple Sklerose ist weder eine Infektionskrankheit, die durch Kontakt übertragen werden kann, noch ist sie eine Erbkrankheit im klassischen Sinne. Erbliche Faktoren spielen bei der Entstehung eine untergeordnete Rolle – die Krankheit selbst wird nicht vererbt, an MS erkrankte Eltern können lediglich eine Prädisposition für Multiple Sklerose weitergeben. So liegt das Risiko, an MS zu erkranken bei Kindern mit einem an multipler Sklerose erkrankten Elternteil bei 3 Prozent. In der Gesamtbevölkerung liegt das Risiko im Vergleich dazu bei circa 0,1 Prozent. Eine Schwangerschaft sollte daher in Rücksprache mit dem Neurologen und dem Frauenarzt geplant werden, da die werdende Mutter keine MS-Medikamente einnehmen…

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