Vegane Ernährung in der Schwangerschaft: gesund oder nicht?

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Onmeda.de Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch: Laut Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) ernähren sich in Deutschland rund 7,8 Millionen Menschen vegetarisch und rund 900.000 Menschen vegan (Stand: Januar 2015). Viele profitieren gesundheitlich von dieser Ernährungsweise. Aber ist eine vegane Ernährung wirklich in jeder Lebensphase gesund – auch in der Schwangerschaft und Stillzeit?

Während sogenannte Ovo-Lakto-Vegetarier neben pflanzlichen Lebensmitteln auch Eier, Milch und Milchprodukte zu sich nehmen und bei ausgewogener Ernährung kein Problem haben, ihren Bedarf an allen Nährstoffen zu decken, meiden Veganer konsequent alle tierischen Lebensmittel – selbst Honig. Darum kommt eine vegane Ernährung nicht ohne angereicherte Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel aus, um eine ausreichende Nährstoffzufuhr sicherzustellen – vor allem in Phasen mit erhöhtem Nährstoffbedarf wie der Schwangerschaft oder Stillzeit. Eine vegane Ernährung ohne diese Nahrungsergänzung kann schnell zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen führen, was sich teils sehr negativ auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken kann. Saure Gurken, Schokolade in Massen, essen für zwei? Gerade, wer zum ersten Mal schwanger ist, hat viele Fragen zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft. Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Zum Quiz ... Vegane Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit kann besonders für das Kind riskant sein: Denn da es sich im Wachstum befindet und weniger Nährstoffe speichern kann, benötigt es eine höhere Nährstoffdichte und rutscht darum schneller in eine Unterversorgung oder einen Nährstoffmangel. An erster Stelle steht hier das Vitamin B12: Ein rein veganes Essen kann davon nicht genug liefern, da es fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Doch vor allem in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie während des Wachstums ist eine ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr wichtig. Wird eine Frau mit Vitamin-B12-Mangel schwanger, besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft (wie Präeklampsie, Fehlgeburt) und für Gesundheitsprobleme beim Neugeborenen. Manche betroffenen Babys haben zum Beispiel ein zu niedriges Geburtsgewicht. Zudem kann ein Vitamin-B12-Mangel die Blutbildung stören (Anämie) sowie Gehirn, Rückenmark und Nerven des Kindes dauerhaft schädigen. Eine mögliche Folge ist zum Beispiel eine geistige Behinderung. Dies kann sogar gestillte Säuglinge von Frauen treffen, die sich rein vegan ernähren und keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Ausschließlich gestillte Säuglinge von Frauen, die ihre vegane Ernährung nicht durch Nährstoffpräparate ergänzen, können schon in den ersten Lebensmonaten entsprechende Folgen eines Vitamin-B12-Mangels…

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